Die MGS-Spielkiste wurde im Oktober 1999 vom Tageseltern München und Umgebung e.V. mit Unterstützung der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (MGS) in der Seeriederstraße gegründet. Seit 2010 ist sie ein eingetragener Verein und wird vom Stadtjugendamt München sowie vom Tageseltern München und Umgebung e.V. unterstützt.
Wir bieten Kleinkindern aus dem Wohngebiet einen liebevollen und geschützten Raum, in dem sie stundenweise betreut werden und erste soziale Erfahrungen sammeln können.
Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist für uns besonders wichtig. Sie bringen sich aktiv in den Gruppenalltag ein und wirken bei organisatorischen Aufgaben, Festen und Entscheidungen mit. In Elternabenden und persönlichen Gesprächen tauschen wir uns regelmäßig über die Entwicklung der Kinder aus. Transparenz und gegenseitiges Vertrauen bilden die Grundlage unserer täglichen Arbeit.
Nach diesem Grundsatz von Maria Montessori bieten wir Kindern eine Umgebung, die gemeinsames Leben und Lernen ermöglichen soll. Jedes Kind trägt bereits von Geburt an alle Möglichkeiten der Entfaltung in sich. Wichtig sind uns bei unserem täglichen Zusammensein der Respekt und die Achtung vor dem Kind, Ruhe, Zeit und Vertrauen. Den Kindern eröffnet der Besuch der Spielkiste verschiedene Möglichkeiten: Aufgrund der gemeinsamen Betreuung von Kindern verschiedener Altersstufen lernen sie miteinander umzugehen, zu teilen und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Die Kinder üben aber nicht nur Sozialverhalten, sie lernen auch sich von ihren Eltern zu lösen, mit verschiedenen Bezugspersonen umzugehen und neue Regeln zu respektieren.

... stehen für Fantasie und Kreativität im Spielalltag. Gleichzeitig wird ganz nebenbei die Feinmotorik geschult. Die Kinder bekommen verschiedene Materialien und Arbeitsgeräte bereitgestellt. Dabei lernen sie den richtigen Umgang mit Schere, Kleber, Stiften, Papier, Moosgummi, Stoffen, Salzteig und vielem mehr. Aus diesen Möglichkeiten können sie dann ganz nach ihren Vorstellungen Bilder und Figuren erschaffen.

... prägen das musikalische und sprachliche Empfinden und fördern insbesondere die Feinmotorik. Kinder haben Spaß an Versen und reimen mit großer Freude auch selbst. In Rollenspielen verarbeiten die Kinder erlebte Situationen oder gehörte Geschichten. Sie üben darin auch Alltagssituationen ein, die sie sich bei Erwachsenen abschauen und bereiten sich so auf ihr weiteres Leben vor.

… ist für die Entwicklung besonders wichtig, da es Fantasie und Kreativität fördert. Die Kinder entscheiden selbst über Spiel und Materialien, übernehmen verschiedene Rollen und verarbeiten ihre Erlebnisse. Im gemeinsamen Spiel lernen sie, Wünsche abzustimmen, was Kompromissbereitschaft und Sozialverhalten und stärkt. Freispiel bedeutet keine fehlende Aufsicht: Die Betreuungspersonen begleiten das Geschehen aufmerksam und greifen bei Bedarf ein.
... findet regelmäßig statt, um Erfahrungen und Ideen untereinander zu besprechen und sich ständig weiterzuentwickeln.
... tragen Verantwortung für den Gruppenalltag, indem sie unterschiedliche Dienste übernehmen, z. B. Einkaufen, Gartendienst, Waschen und Administratives. An Elternabenden werden die Belange der Gruppe diskutiert und gemeinsame Entscheidungen getroffen.